Atemschutz

Allgemeines und Geschichte

Einst und heute galt es drohendem Sauerstoffmangel und dem Einatmen von Atemgiften entgegenzuwirken.
Anfangs wurden Mund und Nase mit nassen Tüchern geschützt und lange Zeit steckten sich die Feuerwehrmänner meistens ihre Schnurrbärte in die Nasenlöcher, um zumindest gröbere Partikel zu filtern. Noch nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurden Mundschwämme verwendet, obwohl bereits am Beginn des Jahrhunderts nachhaltig an wirksameren Atemschutz gearbeitet wurde. Denn die Atemschutztechnik musste vor immer gefährlicheren und immer stärkeren Konzentrationen der Atemgifte schützen.
Ehe umluftunabhängige Geräte erfunden wurden, ermöglichten Frischluftgeräte eine erweiterte Brandbekämpfung – hierbei wurde frische Luft mittels Blasebalg zugeführt und sie entsprechen den noch heutzutage benutzten Schlauchgeräten.

1966 wurde solch ein Frischluftgerät bestehend aus einer Schutzmaske, einem ca. 10 Meter langem, formstabilem Atemschlauch, sowie einem abschließendem Filter für die Freiwillige Feuerwehr Dorf an der Pram angekauft.

Ein tragbares Blech-Behältergerät mit wenigen Minuten Luftvorrat wurde bereits 1830 entwickelt und galt als erstes umluftunabhängiges Gerät. 1920 fanden in den Feuerwehren die ersten Regenerationsgeräte Einsatz, ehe seit 1950 Pressluftatmer zur Verfügung stehen, welche in abgewandelter Form noch heute in Verwendung sind.

Die Notwendigkeit von Atemschutz ist nicht nur mehr bei Brandeinsätzen gegeben. Unfälle mit gefährlichen Stoffen oder Personenrettungen aus Räumen mit Sauerstoffmangel, hierfür sind diese besonderen Schutzmaßnahmen unabdingbar.

Aus- & Weiterbildung

Ab 18 Jahre mit entsprechender körperlicher, geistiger Eignung und einer Tauglichkeitsuntersuchung durch einen Arzt kann die Ausbildung begonnen werden.
Um für die Atemschutzeinsätze bestmöglich gerüstet zu sein stellt eine laufende Aus- und Weiterbildung den Garant hierfür dar.
Denn es ist eine große Belastung für Mensch und Organismus, aber eine abwechslungsreiche und zugleich gefährliche Tätigkeit an vorderster Front.

Trainings am Strahlrohr, Verhaltensregeln, Such- und Rettungstechniken, theoretische Ausbildungen, Einsatzübungen, etc. vermitteln die notwendige Ruhe und Sicherheit für den Ernstfall.

Wartung, Pflege & Instandhaltung

Um eine einwandfreie Funktionalität der Geräte und Ausrüstungsgegenstände gewährleisten zu können, ist die Wartung, Pflege und Instandhaltung die wichtigste Aufgabe. Dies wird nach Herstellerangaben durchgeführt und lückenlos in den jeweiligen Karteiblättern erfasst – hierfür ist der Atemschutzwart hauptverantwortlich und das Herzstück ist seine Atemschutzwerkstätte.

Ausrüstung & technische Details

3 Atemschutzgeräte DrägerMan PSS90

ausgestattet mit:

-Manometer/Bodyguard
Mittels Manometer kann der Flaschendruck abgelesen werden. Der Bodyguard schlägt Alarm alsbald er oder sein Träger sich für eine bestimme Zeit nicht mehr bewegt. Er zeigt die Außentemperatur an und berechnet eine geschätzte Rest-Einsatzzeit.

-Lungenautomat
Dieser stellt die Verbindung zwischen Atemschutzgerät und Maske dar. Eine darin integrierte Feder hält das Einatemventil mit einem gewissen Druck nieder. Man spricht vom sogenannten Überdruck in der Maske, welcher bei einer undichten Stelle der Maske die Luft nach außen strömen lässt und so ein Eindringen von Atemgiften verhindert.

LA

 

6 Vollmasken Dräger f2 mit Steckanschluss & 3 Vollmasken MSA AUER 3S mit Rundgewindeanschluss

Masken schützen den Träger vor Wärmestrahlung und Rauchgasen. Über das Einatemventil dringt Atemluft ein und strömt über die Innenscheibe, sodass diese nicht beschlägt. Eine eingebaute Sprechmembran verstärkt die Sprache nach außen.

 

Atemschutzüberwachung

Auch die Atemschutzüberwachung für die eingesetzten Trupps ist für einen Einsatzerfolg notwendig. Hierzu stehen unserer Wehr unten angeführte Systeme zur Verfügung:

– CheckBox 5+1
Eine elektronische Registriervorrichtung zur Überwachung der Einsatzzeit von Atemschutzgeräteträgern, welche von den Feuerwehren im Abschnitt Raab angeschafft wurden. Sämtliche Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Dorf an der Pram und jene unserer Partnerfeuerwehr des Gemeindegebietes – FF Hinterndobl, sind mit einem RFID-Transponder eindeutig gekennzeichnet. Dies wäre auch für den restlichen Abschnitt wünschenswert, denn nur so kann eine eindeutige Identifizierung (Name und Feuerwehr, Truppführer/Truppmann 1/Truppmann 2) stattfinden. Zusätzlich wurden „Gäste-Transponder“ in doppelter Truppausführung diesbezüglich eigens angeschafft.

– Atemschutzüberwachungstafel
„Oldie but goldie“ – eine nicht elektronische Registriervorrichtung welche ebenfalls die Überwachung der Einsatzzeit von den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern sicherstellt. Auch hier ist mittels Namensschild eine Identifizierung möglich.

-Mappe/Guidelines Atemschutzsammelplatz
Ein eigens ausgearbeitetes Konzept des Atemschutzsammelplatzes mit „Quick-Guide“ sollte nun den Ablauf der noch nicht eingesetzten Atemschutztrupps koordinieren.

 

Schlagwörter zu sämtlichen bislang veröffentlichten Berichten:

AS-Einsatz

AS-Übung

Atemschutz

Wärmebildkamera