FIT – Feuerwehr-Intensiv-Training in Dorf an der Pram
Am Samstag, den 21. März 2026, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Dorf an der Pram einen großen Übungstag unter dem Namen „FIT – Feuerwehr-Intensiv-Training“. Ziel dieser Veranstaltung war es, durch mehrere Einsätze hintereinander die Einsatzroutine zu verbessern und das Zusammenarbeiten der Kameraden zu fördern. Gleichzeitig bot der Übungstag eine gute Möglichkeit, den kameradschaftlichen Austausch zwischen mehreren Feuerwehren zu stärken und unterschiedliche Einsatzszenarien praxisnah zu trainieren.
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an diesem intensiven Übungstag teil. Neben mehreren Feuerwehren aus der Umgebung unterstützte auch das Rote Kreuz der Dienststelle Riedau einige Stationen mit Einsatzkräften und Fahrzeug.
Teilnehmende Organisationen waren:
- FF Dorf an der Pram (TLFA-B 2000)
- FF Breitenried (KLFA-L)
- FF Zell an der Pram (TLFA-B 2000)
- FF Pram (RLFA 2000)
- FF Riedau (LFA-B)
- FF Wendling (TLFA 2000)
- FF Kallham (TLFA-B 2000)
- Rotes Kreuz – Dienststelle Riedau (RTW)
Der Übungstag begann am Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus Dorf an der Pram. Anschließend fand eine kurze Besprechung statt, bei der der Ablauf des Tages sowie organisatorische Details erklärt wurden. Danach wurden Gruppenfotos mit allen Teilnehmern aufgenommen, bevor um 09:00 Uhr zum ersten Übungseinsatz ausgerückt wurde.
Das Konzept des Übungstages sah vor, dass jede Feuerwehr ein eigenes Übungsszenario vorbereitete. Die teilnehmenden Feuerwehren arbeiteten diese Stationen anschließend reihum ab, wodurch zahlreiche unterschiedliche Einsatzsituationen trainiert werden konnten.
Die Übungsszenarien
FF Dorf an der Pram
Bei diesem Szenario wurde ein Arbeitsunfall simuliert. Ein Arbeiter war in einem Schacht aus Betonsteinen tätig und wurde dabei von einem schweren Stein an den Füßen eingeklemmt. Der Verletzte war zwar noch ansprechbar, konnte sich jedoch nicht selbst befreien. Die Einsatzkräfte mussten den Stein mit geeignetem Hebezeug – etwa mit einem hydraulischen Spreizer in Verbindung mit einem Kettensatz – anheben und den Eingeklemmten möglichst schonend befreien.
FF Riedau
Hier galt es, dem Rettungsdienst Zugang zu einer Wohnung zu verschaffen. Eine ältere Frau benötigte medizinische Hilfe, jedoch war die Wohnungstür versperrt. Über ein gekipptes Fenster konnte schließlich ein Zugang geschaffen werden. Nach der erfolgreichen Öffnung wurden verschiedene Taktiken und Möglichkeiten der Tür- und Fensteröffnung gemeinsam besprochen und erläutert.
FF Breitenried
Dieses Szenario stellte einen Forstunfall dar. Bei Holzarbeiten versagte der Kran eines Rückewagens, wodurch ein Arbeiter von mehreren Baumstämmen eingeklemmt wurde. Die Herausforderung bestand darin, dass die Stämme instabil lagen und zunächst gesichert werden mussten, bevor mit der eigentlichen Rettung begonnen werden konnte.
FF Zell an der Pram
Bei dieser Übungsstation wurde ein Verkehrsunfall simuliert. Ein PKW-Lenker war von der Straße abgekommen und auf einer steilen Böschung in Richtung Bach zum Stillstand gekommen. Der Fahrer war zwar noch ansprechbar, konnte das Fahrzeug jedoch nicht mehr selbstständig verlassen.
Die erste Herausforderung für die Einsatzkräfte bestand darin, das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen zu sichern. Nachdem das Fahrzeug stabilisiert worden war, konnte der Lenker erstversorgt und anschließend schonend aus dem Fahrzeug gerettet werden.
Nach der erfolgreichen Personenrettung wurde der PKW mithilfe geeigneter Mittel aus der Böschung herausgezogen, um das Szenario vollständig abzuarbeiten.
FF Pram
Bei dieser Station wurde ein Einsatz mit gefährlichen Stoffen simuliert. Auf der Ladefläche einer Pritsche waren flüssige Stoffe ausgetreten. Anhand der Gefahrenzettel an einem Kanister konnten die Einsatzkräfte erkennen, dass es sich um Benzin handelte.
Die Flüssigkeit drohte über die Straße in einen Kanal zu gelangen. Aufgabe der Einsatzkräfte war es daher, den beschädigten Kanister abzudichten und gleichzeitig Maßnahmen zu setzen, um das Einlaufen der Flüssigkeit in den Kanal zu verhindern.
FF Kallham
Die Feuerwehr Kallham stellte ein realitätsnahes Brandszenario dar. Eine Garage hatte Feuer gefangen, wobei zur Darstellung des Brandes ein echtes Feuer aus Altholz entfacht wurde.
Die Einsatzkräfte mussten zunächst verhindern, dass sich der Brand auf die benachbarte Wohnung ausbreitet. Anschließend wurde der Garagenbrand gelöscht und die Garage mithilfe geeigneter Maßnahmen belüftet, um den Brandrauch zu entfernen.
FF Wendling
Bei dieser Station wurde ein Verkehrsunfall mit einem auf der Seite liegenden Fahrzeug simuliert. Bevor mit der Versorgung des Patienten begonnen werden konnte, musste das Fahrzeug zunächst stabilisiert werden.
Der Insasse war ansprechbar und wurde nach der Erstversorgung möglichst schonend über die Heckklappe aus dem Fahrzeug gerettet.
Verpflegung und Kameradschaft
Für das leibliche Wohl war während des gesamten Übungstages bestens gesorgt. Das Mittagessen – Schnitzel vom Metzger Haslinger aus St. Willibald – wurde im Feuerwehrhaus serviert. Am Abend gab es zum Abschluss einen Innviertler Knödelteller, zubereitet von der Familie Griesmaier aus Dorf an der Pram.
Neben der intensiven Ausbildung stand auch die Kameradschaft zwischen den Organisationen im Mittelpunkt dieses Übungstages.
Dank an alle Beteiligten
Die Freiwillige Feuerwehr Dorf an der Pram bedankt sich ganz herzlich bei allen teilnehmenden Organisationen für die engagierte Mitarbeit. Besonders hervorzuheben sind die Disziplin, Pünktlichkeit und Professionalität aller Beteiligten während der gesamten Übung.
Ein großer Dank gilt außerdem allen Helferinnen und Helfern, die zur Organisation und Verpflegung beigetragen haben.




















